Unser Trainingsangebot
Das Trainingsangebot des SAKURA Karate-Dojo Köln e.V. richtet sich primär an Kinder und Jugendliche die aufgrund ihrer sozial-emotionalen Entwicklung oder ihrer körperlichen Behinderung in „normalen“ Karatevereinen eine Randzielgruppe bilden. Durch unsere gut ausgebildeten Trainer und den speziellen Trainingskonzepten, sind wir in der Lage eine vollständige Integration dieser Zielgruppe in das Vereinsleben zu ermöglichen.
Zusätzlich hat sich unser Verein auf die Gesundheitsförderung von Kindern im Vorschulalter spezialisiert. Bei unserem „Bonsai-Karate“ lernen Kinder aud spielerischer Art und Weise ihr Körperbewusstsein und ihre motorischen Fähigkeiten zu verbessern.
Coretraining - Fit für den Sommer
Bauch, Beine, Po, alles in einem auftrainieren! Diese Trainingsform ist sehr fein abstufbar. Da ist für jeden Etwas dabei und jeder wird ganz speziell gefördert. Das Wort „Core“ kommmt aus dem Englischen (core) und bedeutet „Kern“. Hierbei wird der Körperkern angesprochen. Coretraining ist also ein Krafttraining für die Tiefenmuskulatur.
Das gibt Kraft, eine Bikinifigur, eine bessere Ausdauer und ein klein wenig (Muskelkater).
„Karate Integrativ“
für Erwachsene
mit und ohne Behinderung
Wir bieten für Erwachsene zwischen 18 - 80 Jahren integratives Karate-Training an.
Menschen mit und ohne Behinderungen sollen hier gemeinsam geschult werden, um die Philosophie des Karate-do zu erleben und zu empfinden.
Unsere Trainer sind ausgebildet, sich auf die Probleme der Menschen einzustellen. Nur somit können wir unseren Trainingsstandard einhalten.
Durch ständige Fortbildung gewährleisten wir zusätzlich eine hohe Trainingseffizienz.
Karate ist eine Kampfkunst, bei der es gilt, Geist und Körper gleichermaßen zu schulen. Karate hat einen großen Einfluß auf das Selbstbewußtsein, die körperliche Kraft und schafft die Voraussetzung, Situationen schnell und realistisch einzuschätzen. Dazu kommt die philosophische Variante, bei der in Medidtationstraining erlernt wird, „in sich zu gehen“ und Ruhe in sich Selbst zu finden. Selbstverständlich werden auch Selbstverteidigung, Selbstbehauptung und rudimentäre Kenntnisse der Anatomie erworben.
Bei Interesse melden sie sich bitte bei Nico Smit (Karatetrainer, Physio- und Lymphtherapeut) unter Tel. 0177 - 295 379 4
„Karate Integrativ“
für Kinder mit und ohne Behinderung
Das SAKURA Karate-Dojo Köln e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, neben dem Schwerpunkt der sozial-emotionalen Entwicklungsförderung bei Kindern mit und ohne Behinderungen auch den Aspekt der Integration und Auflösung der Annäherungs- und Berührungshemmungen in den Mittelpunkt zu setzen.
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1. Das Problem Integration
Das Erstellen von Integrationskonzepten zur Schaffung einer toleranten Gesellschaft spielt besonders in Schulen heutzutage eine große Rolle. Medien berichten stets von Gewaltakten an Schulen. Am häufigsten betroffen sind dabei Minderheiten, wie Kinder mit Migrationshintergrund und solche mit sozial-emotionalen sowie körperlichen Auffälligkeiten und Behinderungen.
Integrativmaßnahmen, wie gemeinsame Unterrichtsversuche von behinderten und nicht behinderten Kindern helfen eine gewisse Normalität zu erzeugen, doch stellt sich hier eine entscheidende Frage:
Wie kann Raum für „Normalität“ entstehen, wenn in Projekten, die Integration versprechen, stets von der „Besonderheit“ des zu Integrierenden die Rede ist?
Normalität beginnt im Kopf! Ist der „Rollstuhlfahrer“, der den Passant bittet, ihm in den Bus zu helfen für diesen ebenso „normal“ wie der Student, der ihn eine Stunde vorher nach der Uhrzeit gefragt hat?
2. Wie kann das KARATE-Training einen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration von Menschen mit Behinderungen leisten?

Gichin Funakoshi, der Begründer des modernen Karate-Dô
„Kara – te – Dô“ ist eine, aus Okinawa stammende japanische Kampfkunst und heißt übersetzt: „Der Weg der leeren Hand“. Die „leere Hand“ meint soviel wie, dass mit „bloßen“ Händen, d.h. ohne weiteren Hilfsmitteln gekämpft wird.
Karate-Dô hilft Aggressionen und Vorurteile abzubauen. Die Kinder lernen in erster Linie sich selbst – ihren Körper – zu kontrollieren, unabhängig ihrer sozial-emotionalen sowie körperlichen Auffälligkeiten und Behinderungen.
Durch entsprechendes Training wird ihr inneres Gleichgewicht wiederhergestellt. Die Partnerübungen fördern den gegenseitigen Respekt und die Rücksicht aufeinander. Gleichzeitig kann das Kind erfahren, dass sich durch beharrliches Üben letzten Endes Erfolg einstellt. Das eigene Leistungsvermögen wird realistischer eingeschätzt und das Kind gewinnt an Selbstbewusstsein.
Das neue Selbstvertrauen zusammen, welches sich bei den Kindern dadurch entwickelt, dass sie sich Schwierigkeiten besser gewachsen fühlen. Viele Kinder kommen in Karatevereine, weil sie vor Situationen oder Personen, wie z.B. hänselnde oder gar bedrohende Mitschüler Angst haben. Diese Angst führt oft zu Blockierungen, wie übertriebene Schüchternheit oder Aggression. Das Üben von Karate in der Gruppe gibt den Kindern subjektiv ein Gefühl der Überlegenheit, die sich nach außen als gesteigertes Selbstbewusstsein zeigt.

Die japanischen Zeichen für Karate-Dô: KARA (leer); TE (Hand); DÔ (Weg)
Im Karate-Training setzen sich die Kinder automatisch und ganz natürlich durch Berührungen und spielerisch-konfrontativen Partner- und Gruppensituationen mit der “Andersartigkeit” auseinander. Das “fremde” wird “bekannt”, das “andere” wird “normal”.
Kinder werden im SAKURA Karate-Dojo Köln e.V. ganz nach ihren individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten gefördert, sodass die Erziehung zur Individualität und Toleranz untereinander stets präsent ist und der Trainingsgruppe eine eigendynamische Form verleiht.
Bei Integration von beispielsweise hörgeschädigten Kindern, die überwiegend gebärdensprachlich kommunizieren, werden alle Gruppenmitglieder automatisch an diese Sprache herangeführt.
3. Was erwarten Kinder vom Karate-Training?
a) Kinder wollen lernen, sich zu wehren
b) Kinder wollen fit sein
c) Kinder wollen spüren (Körperwahrnehmung)
d) Kinder suchen Freunde / Freundschaften
4. Die pädagogischen Erziehungsziele des Karateunterrichts mit Kindern

Gemeinsames Karatetraining fördert bei Kinder- und Jugendlichen die Disziplin und das Leistungsvermögen.
Karate-Dô dient als Erziehung zur Kontrolle, Selbstdisziplin und
Fairness. Im Technikbereich herrscht absoluter Verzicht auf
Trefferwirkung sowie überflüssigen Kontakt zum Körper. Das spezielle
Training des Abstoppens ist von großer Bedeutung.
Die Erziehung zur Höflichkeit und Achtung vor dem
Partner und dem Trainer durch die Pflege und Ausübung der “dojo”-
Etikette nach japanischer Tradition ist ebenso wichtig, wie
die Erziehung zur Konzentration und Ausgeglichenheit
durch Erhaltung, Übung und Vertiefung der meditativen Elemente des
Karatetrainings.
Das Karate-Dô beinhaltet ausserdem die altersgerechte Betonung der
spielerischen Elemente und
dient auch zur Selbstverteidigung. Unter diesem Aspekt
gilt es die „Notwehr-Paragraphen” zu verinnerlichen und die Verhältnismäßigkeit von Angriff und Abwehr.
Ebenso spielt die Erziehung zu einem hygienischen Bewusstsein im Karate-Dô eine große Rolle, da stets
barfuß trainiert wird.
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„Bonsai-Karate “ für Kinder von 4 - 6 Jahren
Die Ziele des Trainings liegen in der körperlichen (psychomotorischen) sowie sozial-emotionalen Entwicklungsförderung mit den Schwerpunkten der Selbst- und Fremdwahrnehmung. Die Kids lernen spielerisch durch strukturierte Übungen mit und ohne Kleingeräten diszipliniert und respektvoll miteinander umzugehen.
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Trainingsschwerpunkte:
1. Förderung der Selbstwahrnehmung (wer bin ich und was kann mein Körper überhaupt?
2. Wie kann ich meinen Körper sinnvoll steuern? Was tut mir gut und was nicht?
3. Förderung der Fremdwahrnehmung: ICH in der Abgrenzung zu dem ANDEREN / ICH als Teil der Gruppe (Wie teile ich meine Bedürfnisse / Grenzen mit? Wie weit darf ich bei dem anderen gehen? Wie gehe ich mit verbalen / körperlichen Konflikten um? Jeder ist auf seine Weise etwas besonderes –Toleranztraining)
4. Psychomotorische Förderung: Förderung der Visuo- / Audiomotorik, Lernen, eigene körperliche Grenzen zu spüren und konsequent zu reagieren / Ängste abbauen durch spielerische Übungen
5. Förderung des Team-Geistes durch gemeinsames Auf- und Abbauen von Parcoursen
6. Spielerische Einführung in die japanische Kultur (Sprache, Rituale)
7. Erste individuell ausgerichtete Karate-Techniken ohne Partner / mit Partner, wobei die Erziehung zur Körperkontrolle und zum Verletzungsvermeidungsbewusstsein an erster Stelle steht.
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Karate-Dô als Gesundheitssport
Ein wesentlicher Schwerpunkt im SAKURA Karate-Dojo Köln e.V. liegt auf einem gesundheitsorientierten Training. Ebenso wird das Karate-Dô als unterstützende Maßnahme in der physiotherapeutischen und neurologischen Therapie erfolgreich eingesetzt.
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Karate-Dô in der Physiotherapie
Karate-Dô trainiert Körper und Geist in gleichen Maßen. Das ganzheitliche Training (re)aktiviert das Herzkreislaufsystem und führt somit zu erhöhter Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Ebenso werden die Reaktionsschnelligkeit und die Muskelkraft gesteigert.
Durch die ständige Wiederholung der Karatetechniken und den regelmäßigen Dehnübungen am Trainingsanfang wird verkürzte Muskulatur und Gewebe aufgedehnt und Muskeldüsbalancen ausgeglichen.
Bei Patientinnen mit Brustkrebsbehandlungen konnte dadurch eine sehr schnelle Aufdehnung des operationsbetroffenen Gewebes festgestellt werden. Aber auch Patienten in Nachbehandlung, z.B. nach Knieoperationen, registrierten durch die korrekte Ausübung der Karatebewegungen eine schnellere Genesung.
Karate-Dô als unterstützende neurologische Therapieform
Da die Karate-Dô Techniken auf natürliche Bewegungsformen aufbauen, werden durch das regelmäßige Training uralte Bewegungsmuster aktiviert, die bereits in unserem Erbgut gespeichert sind. Auf diese oder ähnliche Weise, arbeiten auch verschiedene physiotherapeutische Techniken, wie zum Beispiel das Konzept der propriozeptiven neuromuskulären Fazilitation (PNF) oder das Bobath Konzept.
Beschult man beispielsweise bei einem hemiplegischen Patienten, die nicht betroffene Seite, können einige Muster auf die betroffene Seite übergehen. Der Patient kann im Anschluss daran, beispielsweise mit der vorher gelämten Hand, wieder ein Trinkglas halten.
Die im Karatetraining geübten Bewegungsabläufe vereinen in sich alle fünf Grundelemente die zu einem schnelleren Therapieerfolg führen:
•
Beweglichkeit
•
Schnelligkeit
•
Reaktion
• Koordination
•
Kondition
Diese f ünf Elemente, werden natürlich und passgenau in unser ererbtes Bewegungskonzept eingefügt. Dadurch kann der Körper Bewegungseinschränkungen erkennen und durch den Einsatz symmetrischer Trainingsformen sofort Ausgleich schaffen. Ein kompletter Ausgleich kann bei neurologischen Krankheiten wie Spastiken, Parkinson oder anderen pathologischen Befunden nicht entstehen, jedoch kann der entstandene Defizit reduziert werden.
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